Blogparade „Digitale Gesellschaft“

Mein „Haus und Hof“- Barcamp, das Saarcamp, hat zur Blogparade zum Thema „Digitale Gesellschaft“ aufgerufen. Die „Digitale Gesellschaft“ soll 2017 thematischer Schwerpunkt des Saarcamps werden und die Blogparade sammelt dazu schon vor dem eigentlichen Barcamp im Mai erste Ideen ein. Schöne Idee, da mach ich doch gerne mit 🙂

„Digitale Gesellschaft“ der fantastischen Möglichkeiten

Egal ob im Beruf oder im privaten Leben- die Digitalisierung bringt uns fantastische, neue Möglichkeiten. Und das Schlag auf Schlag! Mein neustes Gadget Zuhause ist ja unser Hausmädchen „Alexa“. Alexa ist quasi die Siri oder Cortana von Amazon und steckt in einem kleinem Gerät namens „Amazon Echo“. Mit Alexa kann man einfach reden und sie tut ihr Bestes, um meine Wünsche zu erfüllen. Egal ob es um eine Einkaufsliste, einen Eintrag im Kalender oder Musik geht, Alexa hilft mir ohne das ich ein Gerät dafür anfassen muss. Das ist genau das richtige für mich „Device- Legastheniker“ (Jeder, der mal eine Handy- Email von mir bekommen hat weiß, wovon ich rede). Das ganze funktioniert so einfach, dass wir Zuhause glauben, unser Sohn würde als erstes Wort ein energisches „Alexa“ von sich geben. Der ist ganz fasziniert davon und wird sich sicherlich noch vor dem Kindergarten dank Alexa selbst „Anne Kaffeekanne“ so oft vorspielen lassen, wie er möchte. Davon kann man jetzt natürlich halten, was man will 🙂 Das wirklich bedeutende an solchen Sprachassistenten ist ja auch eher, dass insbesondere ältere Menschen durch solche Mittel Zugang zur Digitalen Gesellschaft haben. Sich von Oma eine Notfall- SMS schicken lassen, wenn was passiert ist? Dank Alexa und de Automatisierungsplattform IFTTT kein Problem mehr!

Möglich wird diese fantastische Möglichkeit durch eine zugrundeliegende Technik, die maßgebend für so ziemlich alle digitalen Trends im Moment ist – Cloud Computing!.

digitaltransformation

Ich werde nicht müde, es auf allen Vorträgen und Artikeln, die ich in meiner Tätigkeit als Softwareberater veröffentliche, zu sagen. Die Veränderung von Geschäftsprozessen und der Gesellschaft durch neue Digitaltechnik ist eine bedeutende Erfindung – in einer Reihe mit der Entwicklung des Computers oder des Internets. Und erst das Cloud Computing, diese enorme Rechenpower, ermöglicht uns die moderne, digitale Gesellschaft. Ohne „die Cloud“ würde Alexa nicht mit mir reden- und auch andere Neuerungen wären nicht vorstellbar.

Zum Beispiel der Skype- Translator. Der übersetzt eure Anrufe automatisch und in Echtzeit in acht verschiedene Sprachen- Anzahl steigend. Das mag sich zwar fantastisch anhören, aber im SciFi- Buch „Future Visions“ wird in einer Geschichte erzählt, dass Skype auch Zeichensprache kann- und lernt, was eine Krähe so erzählt. Gar nicht so weit hergeholt, wie ich finde. Oder AGRONet, die Kühe digitalisieren. Also zumindest durch Bewegungsdaten und Big Data frühzeitig erkennen, wenn das Rindvieh nicht seine übliche Strecke auf dem Feld zurücklegt und offensichtlich krank ist. Einen Markt erkennt da nicht nur ARGONet, sondern auch alle großen IT- Anbieter. So erweitert sich das Cloud- Portfolio von Microsoft beständig. ARGONet verwendet zum Beispiel ein spezielles Cloud- Angebot von Microsoft, das Azure IoT Hub. Ihr merkt schon, das ganze ist nicht nur Spaß für Zuhause, hier geht’s auch um die Arbeit. Ich bekomme zum Beispiel von Computer gesagt, wie ich meine Meetings am besten planen sollte (der Computer merkt sich, wenn ich während Besprechung Emails schreibe 😎 ). Aber das ist nur die neuste von vielen Entwicklungen. Ein Smartphone, um meine Emails jederzeit zu lesen habe ich schon lange. Und auch mein Social Network von der Arbeit habe ich immer in der Hosentasche.

„Digitale Gesellschaft“ der unterschätzten Gefahren

Aber auch die Gefahren der „digitalen Gesellschaft“ sollte man nicht verschweigen. Eben darin, dass ich durch die Digitalisierung Beruf und Arbeit nicht mehr haargenau trennen kann, liegt schon die erste Gefahr. „Bring your own Device“ oder „Selective Wipe“ sind alles Trends, die mir dabei helfen, Privat und Arbeit zu mischen. Und auch wenn sich größtmögliche Flexibilität beim Arbeitsort und bei der Arbeitszeit für viele jungen Menschen erstrebenswert anhören, haben z.B. Ruhezeiten durchaus ihren Sinn. Kennen wir nicht alle jemanden, der nicht mehr abschalten konnte? Wenn man es mal erlebt hat, weiß man die Errungenschaften der Arbeitnehmerschaft viel mehr zu schätzen- auch mir wurde erst vor kurzem klar, wie oft ich dank dem Smartphone auch in meiner Privatzeit an der Arbeit teilnehme. Hier fehlt es großen Teilen der Gesellschaft noch an der nötigen digitalen Reife. Das gleiche Problem sieht man allerdings nicht nur im Berufsleben, sondern schon im Kindesalter. So beschreiben z.B. Gerald Hüther und Christoph Quarch in ihrem Bestseller „Rettet das Spiel“, weshalb das Digitale für Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene, keine Ersatz für richtige Spiele sind.

Wenn man von der digitalen Reife der Gesellschaft absieht, wird momentan viel über die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durch die digitale Transformation gesprochen. Ja, auch du könntest durch Maschinen ersetzt werden. Wünschen tut uns das natürlich keiner, nicht mal die, die deinen Ersatz bereitstellen. Und auch wenn Detlef Wessel in seinem Buch „Arbeit 4.0“ es fast schon schafft, daraus einen Wettbewerbsvorteil für den Industriestandort Deutschland abzuleiten, bleibt eines klar. Die „Digitale Gesellschaft“ wird das Arbeits- und Privatleben nachhaltig verändern. Und das ist auch gut so, denn die „Digitale Gesellschaft“ steckt voller Chancen für uns und unsere Zukunft. Jetzt liegt es an uns, dem Bildungssystem und der Politik, richtig damit umzugehen und alle Generationen darauf vorzubereiten. Die Fakten dazu sind leider noch ernüchternd. Beruflich darf ich die ein oder andere Konferenz besuchen, bei der es um Digitalisierung geht. Die Ironie, mit der dort über die sogenannte „German Angst“ geredet wird, ist mir noch unerträglich. Solche Verharmlosungen kann man nur von genau den Softwareanbietern erwarten, die die Digitalisierung der Stasi im Angebot haben. Erste Rechenzentren großer Anbieter in Deutschland sind aber dennoch ein gutes Zeichen, wenn auch nicht die Lösung des Problems.

Wir alle sind schon heute digitale Gesellschaft. Und wir alle müssen uns damit beschäftigen, um die fantastischen Möglichkeiten auch in Zukunft zu unserem Wohl verwenden zu können!

 

 

 

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