Avoid the communication chaos – Yammer vs. Microsoft Teams

Ich gestehe es gleich von Anfang an- Yammer ist eines meiner Lieblings- Tools von Microsoft Office 365! Nicht nur, weil es mir in meinen persönlichen Arbeitsalltag mit meinem Team enorm weiterhilft. Ich denke auch, dass Yammer für jeden Kunden das vielleicht wichtigste Werkzeug aus dem ganzen Werkzeugkasten ist, wenn „modernes Arbeiten“ möglich gemacht werden soll. Yammer macht die Welt einfach wieder ein Stückchen kleiner! In Zeiten von verteilten Teams, Homeoffice und Globalisierung bringt uns Yammer im Austausch miteinander und der Kommunikation an einem „Arbeitsort“ zusammen, in dem man ähnlich viel mitbekommt, wie wenn gemeinsam im Büro sitzen würde.

Um so mehr hat es mich gefreut, das Microsoft im Februar 217 auf der Microsoft Cloud Summit in Frankfurt wieder mal bestätigt hat, das Yammer sich nicht auflöst oder durch andere Tools ersetzt wird. Im Gegenteil, es wird sogar mehr investiert wie zuvor. Das ist gut zu hören, wurde doch mit dem erscheinen jedes neuen Collboration Tools für Office 365 und der geplanten Integration von Office 365 Groups nach Yammer immer mehr spekuliert, ob es Yammer bald überhaupt noch geben wird. Erste Unternehmen haben sich sogar wegen dieser Gerüchte entschieden, Yammer erstmal nicht einzuführen. Spekulationen vorbei, Yammer bleibt!

Damit bleiben auch die Fragen, wann man nun welches Tool für welchen Zweck einsetzt. Dem Thema der „Collaboration“ habe ich mich schon in einigen Artikeln gewidmet:

Aber „Collaboration“ ist nicht alles. Auch das Thema „Kommunikcation“ wird von verschiedenen Tools adressiert. So hat Microsoft Teams als „Slack- Konkurrent“seine Stärke insbesondere in der Kommunikation. Ebenso wie Yammer. Wenn auch Microsoft Teams Yammer nicht ersetzt, wann nutze ich dann welches Tools zur Kommunikation?

Die Zielgruppe macht den Unterschied

Yammer und Microsoft Teams haben eines gemeinsam, nämlich das sich der Benutzer nicht darum kümmern muss, wer seine Nachrichten liest. Man schreibt sein Update in einer Gruppe oder in einen Channel und überlässt es dem Besitzer des Kanals, wer als Mitglied die Info lesen kann. Bei einer Email oder einem Skype- Chat funktioniert das anders, denn hier muss man ja die Empfänger der Nachricht erstmal selbst auswählen und wissen.

Soweit die Gemeinsamkeiten. Als Verfasser einer Nachricht funktioniert die Kommunikation also bei beiden Tools weitestgehend gleich. Den Unterschied macht der Konsument der Nachrichten. Denn wo man in Microsoft Teams zu einem Channel eingeladen werden muss und aktiv mitarbeitet, kann man in Yammer durch die einzelnen Gruppen „stöbern“. Aber noch mehr als das, man kann nicht nur Gruppen folgen, sondern auch Personen und Hashtags.

teamsvsyammer

Yammer mixt mir  die Informationen also einmal durcheinander, nach all den Themen und Personen, denen ich folge.

Soziales Netzwerk vs. Persistent Chat

Als „Chat“ bezeichnet man digitale Echtzeitkommunikation. Und ein „Persistent Chat“ ist ein Gruppen- Chat, der nicht verloren geht wenn man das Fensterchen schließt. Den Kommunikationsteil von Microsoft Teams könnte man als „Persistent Chat“ bezeichnen. Die Arbeitsgruppe wird durch Echtzeitkommunikation unterstützt und kann in der Gruppe direkt miteinander kommunizieren. Wenn ich eine Nachricht in einen Chat schreibe, soll das von der Gruppe auch gelesen werden. Es herrscht eine andere Erwartung an die Verbindlichkeit als im sozialen Netzwerk. Ein aktives Mitglied in einem Microsoft Teams Channel soll mitarbeiten und sich dementsprechend auch am Chat beteiligen.  Im sozialen Netzwerk geht die Verbindlichkeit normalerweise nicht über „cc“ hinaus und so ist dann auch meine Erwartungshaltung, wenn ich in Yammer ein Statusupdate poste.

Fazit

Microsoft Teams bedient mit den Statusupdate eine bestimmte  Personengruppe, nämlich die Mitglieder eines Channels. Diese verbindet ein aktives Arbeitsziel und so auch das Interesse an verbindlicher Kommunikation. Yammer hingegen ist ein soziales Netzwerk, in dem die Zielgruppe einer Information nicht nur durch die bloße Mitgliedschaft einer Gruppe definiert wird. Daher denke ich, dass sich Microsoft Teams und Yammer in ihren Kommunikationseigenschaften durchaus ergänzen und klar gegeneinander abzugrenzen sind. Auch wenn natürlich nicht immer jeder Anwender auch wirklich beides benötigt. Projekt- und Arbeitsgruppen profitieren sicherlich von der Microsoft Teams Kommunikation, wohingegen Organisationseinheiten von dem sozialen Netzwerk Yammer profitieren können. Nicht zuletzt kann ein soziales Netzwerk im digitalen Unternehmen die Kultur zumindest zum Teil fördern, indem beim stöbern durch die Informationen interessante Entdeckungen gemacht werden. Man könnte es auch als „digitale Kaffeemaschine“ bezeichnen.

 

 

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